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Restaurant Relae* in Kopenhagen – Kreativität bei aller Einfachheit

Kreativität bei aller Einfachheit, viel Natürlichkeit und eine Prise “Molekularität” wo es Sinn macht, sind die Schlagworte, die mir spontan zur Küche von Christian Puglisi des Restaurant Relae in Kopenhagen einfallen. Der ehemalige Sous-Chef des weltberühmten Restaurant Noma sorgt nun schon seit einigen Jahren mit seinem Restaurant für Furore. Es liegt im sich “gentrifizierenden” Kopenhagener Stadtteil Nørrebro, in das sich, als er das Restaurant vor einigen Jahren eröffnet hat, nur sehr wenige hineingetraut haben. Kriminalität war hier an der Tagesordnung. Heute ist die Jægersborggade (der Strassenname) eine der angenehmsten der Stadt und der Stadtteil erfreut sich großer Beliebtheit. Gegenüber des Relae befindet sich übrigens Puglisis Weinbar Manfreds, die ebenfalls einen Besuch wert ist. Read the rest of this entry »

Categories: Fine Dining

Silvaner Sekt Brut – Lukas Krauß

Krauss Sekt

Was liegt am großen Finaltag der WM näher als eine Sektverkostung? Vielleicht eine Sektverkostung direkt aus dem Pokal? Wobei sich das mit dem Weltpokal eher schwierig gestalten dürfte. Deswegen gibt es den Silvaner Sekt Brut vom Lambsheimer Kultwinzer Lukas Krauß heute auch ganz klassisch aus dem Weinglas. Für mich ist Silvaner-Sekt übrigens ein Novum und so bin ich gespannt, wie sich diese Rebsorte als Schaumwein so macht. Read the rest of this entry »

Categories: Germany,Pfalz

Restaurant La Grenouillere* – Fabel-Essen zwischen Atlantik und Sumpf

La Grenouillere

Wenn ein Restaurant mit einem jungen, aspirierenden (=mein Wort für aufstrebend ;=)) Koch über Jahre konstant gute Berichterstattung in Blogs und anderen Medien erhält, dennoch aber nicht über “nur” einen Michelin-Stern hinaus kommt, stellt man sich als Besucher in erwartender Vorfreude zwangsläufig auch Fragen; vor allem Fragen wie “ist das Lokal nur gehyped?”.

Auch während unseres Essens in der Grenouillère, dem in idyllischer Landschaft gelegenen Restaurant von Alexandre Gauthier, kommen immer wieder Fragen auf, die viel mit der klassischen Erwartungshaltung gegenüber Sternelokalen zu tun haben, wo man mit jedem Gericht ein neues Highlight, das erneute Abbrennen eines Feuerwerks erwartet. Mit dieser Haltung riskiert man in der Grenouillère enttäuscht zu werden. Hier muss man geduldig sein, zuhören. Auch wir haben uns viele Fragen gestellt – erst ab der Mitte des Menüs hat es dann bei uns “Klick” gemacht.

Der sehr herzliche Maitre D’ und Sommelier Pascal Garnier ist fragende Mienen wohl gewohnt, erkennt wohl auch unsere. Er kommt uns zuvor, sagt, dass viele Gäste einen Moment brauchen bevor sie die Küche verstünden. Er betont dass “le chef” gerne von einer “cuisine d’auteur” spricht. Read the rest of this entry »

Categories: Fine Dining,France

Restaurant L’Air du Temps** in Liernu – Natur und Technik vereint

In der hügeligen Weide-Landschaft der Wallonie befindet sich das Restaurant l’Air du Temps, über das ich hier schon einmal berichtet hatte. Erst vor einigen Monaten ist das Lokal in einen renovierten Bauernhof umgezogen, was einerseits natürlich ästhetische Gründe hatte, andererseits auch Chefkoch Sang-Hoon Degeimbre die Möglichket gibt sein Konzept kompromisslos umzusetzen.

Viele der verwendeten Gemüse, Blumen und Pflanzen stammen nämlich vom eigenen Garten, der von seinem Kompagnon Benoit Blairvacq gepflegt wird (Siehe Fotos ganz unten). Übrigens spielen Blumen und Kräuter eine ganz große Rolle in der Küche von Degeimbre, und Blairvacq, der mit Leidenschaft bei der Sache ist, weiss genau wie welche Blüte schmeckt (zB hat eine kamillenknospe einen leichten Ananasgeschmack – darauf kann man in der Komposition eines Gerichts aufbauen). Auch bei den anderen Zutaten ist Regionalität ganz wichtig; so kommt auch ein Großteil des Fleisches von lokalen Erzeugern. Und wer einen eigenen Garten hat, dem braucht man die Frage der Saisonalität gar nicht erst zu stellen.

Doch was macht die Küche des L’Air du Temps so besonders? Degeimbre, ein Quereinsteiger der früher Pharmazie studierte und sich dann für eine Sommelierlaufbahn entschied, bevor er Koch wurde, vereint in gewisser Weise Natur und Wissenschaft. Er verwendet Hightech-Geräte, wie einen 1000 Watt Labor Ultraschall, um Aromen aus Pflanzen, Gemüse und Blüten zu extrahieren. Selbst Fleisch- und Krustentierfonds werden mit dem Ultraschall hergestellt.

Doch der “molekulare”, “technisierte” Teil der Küche gewinnt nicht die Überhand. Degeimbre ist einer der mit viel Feinsinn, Gespür fürs Detail und Grips seine Gerichte konzipiert. Es ist ihm beispielsweise zunächst wichtiger abzuwägen welche saisonalen Kräuter er vereint, bevor er diese mit einem Zitronen-Espuma oder Stickstoff-gefrorenen unterstützt.

Eines ist sicher: Man taucht bei ihm von Anfang bis Ende in eine Parallelwelt ein und alleine dieses Erlebnis ist schon die Reise wert. Allen Deutschen Feinschmeckern sei hier gesagt: Von Frankfurt aus sind wir keine 3,5 Stunden bis zum Restaurant gefahren. Für Kölner und Rheinländer ist es quasi ein Katzensprung. Ihr wisst also, was Ihr zu tun habt!

Hier nun die Zusammenfassung unseres großen Menüs, genannt “Terroir” (Preis: 140 Euro; Weinbegleitung: 65 Euro).

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Blindprobe deutscher Sauvignon Blanc bei Tatort und Blutwurst

Schon wieder sind ein paar Wochen seit dem letzten Tatort & Blutwurst Event bei Kai Schätzel in Nierstein vergangen. Und erneut lässt meine Berichterstattung lange auf sich warten. Doch nun habe ich endlich die Gelegenheit gefunden meine Notizen zu übertragen, zumindest vom ersten Teil der Probe. Denn es gab dieses Mal gleich 2 Proben in einer: das Thema war einerseits Sauvignon Blanc aus Deutschland, andererseits auch Blaufränkisch. In diesem Posting geht es nur um die Sauvignons – und damit es hier nicht zu langatmig wird (es wurden insgesamt 17 Weine probiert), habe ich hier bewusst nur meine Favoriten beschrieben. Für interessierte wird es sich lohnen die Preise zu recherchieren, denn ich denke, dass auch ein oder 2 Schnäppchen dabei sind.  Read the rest of this entry »

Mainzer Weinboerse 2014 – Jahrgangsnotizen

Die Mainzer Weinbörse ist ein absoluter Pflichttermin für jeden aus der Weinbranche, der sich ein Bild über den neuen Jahrgang verschaffen will. Es tummeln sich hier Journalisten, Händler, Sommeliers, Weinstudenten aus allen Herren Ländern und eben auch der ein oder andere Blogger.

Leider konnte ich dieses Jahr nur einen knappen halben Tag dabei sein und bei weitem nicht all das probieren, was ich mir vorgenommen hatte. Dennoch kann ich festhalten, dass der Jahrgang trotz aller Schwierigkeiten (Bedrohung durch Regen und Fäulnis in vielen Gebieten) sehr gute Qualitäten im Einstiessegment VDP.Gutswein und VDP.Ortswein bietet. Weine, die relativ früh und mit viel Freude zu trinken sind. Ein dickes Lob also an alle VDP Winzer, die hier richtig harte Arbeit im Weinberg geleistet haben und nun zurecht mit guten Beurteilungen überschüttet werden. Hier meine wenigen Eindrücke. Read the rest of this entry »

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