Auf dem imposanten Gelände des Weinguts Fitz-Ritter haben die heissesten Wein-Label-Designer des Landes, die Medienagenten, ihre dritte Winerotation Party gefeiert. Insgesamt waren 16 Winzer dabei, die jeweils einen Weisswein ausgeschenkt haben. Das Wetter hat in Bad Dürkheim zwar überhaupt nicht mitgespielt, aber es braucht schon mehr um einen die Feierlaune zu verderben, vor allem, wenn einem solch eine entspannte und hochklassige Show geboten wird. Gut gemacht! Hier ein paar wenige Impressionen. Read the rest of this entry »
Winerotation 2013 – Drinking in the Rain
2007 Propiedad – Weingut Palacios Remondo, Rioja – 99 Luftballons?
Gibt es überhaupt irgendeinen Wein von Alvaro Palacios, der nicht mit Parker-Punkten oder sonstigen Huldigungen überschüttet wurde? Kann man diesen ganzen Bewertungen überhaupt noch Glauben schenken? Um die einzig valide Antwort zu finden, gilt wie immer: Praxis schlägt Theorie. Also muss man einfach mal mal ran an die Bulletten,Pardon, Bouteillen und sein eigenes Urteil fällen.
Dieser 2007 Propiedad vom Weingut Palacios Remondo zum Beispiel, wurde vom Guia Proensa mit 99 Punkten (daher die scherzhafte Anmerkung im Titel) ausgezeichnet, also genauso hoch wie etwa ein Pingus, einer der berühmtesten spanischen Weine der Neuzeit. Der Propiedad besteht aus Garnacha und Tempranillo, sowie einen kleinen Schuss Mazuelo und Graciano und wurde 14 Monate in französischen Barriques erzogen. Das Weingut Palacios Remondo ist übrigens schon länger im Besitz der Familie, wurde aber erst vor ein paar Jahren ins Portfolio des Alvaro Palacios aufgenommen. Read the rest of this entry »
2008 Pinot Noir, Weingut Ebner-Ebenauer, Niederösterreich
Eigentlich hatte ich schon eine ordentliche Flasche deutschen Spätburgunder in der Hand… Doch ich ließ mich von der Verkäuferin noch umstimmen – sie hätte mir ja noch den Lieblings-Pinot Ihres Chefs, ein großer Burgunder-Liebhaber, zu empfehlen. Dem kann man nichts mehr entgegensetzten, vor allem wenn die Herkunft dieses Pinots zusätzliche Neugier erzeugt: Denn er kommt aus Niederrösterreich, vom Weingut Ebner-Ebenauer. Read the rest of this entry »
2011 Batterieberg Riesling, Weingut Immich-Batterieberg – Ritt auf der Kanonenkugel
Zunächst: Vor der Schönheit dieses Labels muss ich mich jedesmal von Neuem ergötzen. Der Spagat zwischen Tradition und Moderne ist einfach perfekt gelungen. Der bemerkenswerte Namen der Weinbergslage und des Weinguts ist der unnatürlichen Erschaffung des Terroirs zu verdanken, denn die Terrassen wurde zwischen Anno 1841 und 1845 in den Felsen gesprengt, um so die Voraussetzungen für den Rebanbau zu schaffen. Analog zum Etikett ist die Lage also auch ein Kunst-Werk (haha!). Übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass der Winzer/der Mensch Teil des Terroirs ist (Nicht nur bei der Interpretation des Bodens, sondern oft auch bei der Erschaffung der Lage). Doch ich gleite ab. Zum ersten mal, nachdem ich schon öfter den Einstiegswein CAI im Glas hatte, probiere ich den Flagschiff-Wein vom “Enkircher Batterieberg“, straight aus der Bottle, über einen Tag verteilt. Read the rest of this entry »
Weinbörse 2013 – Qualität im Zeichen der Pyramide

Mainzer Weinbörse (Symbolbild aus den Vorjahren)
Alle Jahre wieder lockt die Weinbörse – DAS Event, wenn es um hochwertige deutsche Weine geht und um eine erste Bewertung des neuen Jahrgangs. Letztere entpuppt sich wie immer als sehr schwierig, da viele Weine noch in einem sehr jugendlichem Stadium sind, zum Teil noch als unfiltrierte Fassproben eingeschenkt werden, oder gar noch im Weingut liegen und Blubbern.
Dementsprechend fällt mein erstes Urteil zum 2012er Jahrgang bewusst vage aus: Mein Eindruck war, dass wir uns irgendwo zwischen 2011 und 2010 bewegen, wobei in manchen Gebieten, bei manchen Winzern die schlanken, rassigen Weine überwiegen, bei anderen die Frucht eine größere Rolle spielt. Eine vitale Säure findet sich aber in fast allen Weinen. Read the rest of this entry »
2012 Riesling Gutsweine im Brennpunkt – Tatort-Probe bei Schätzel
So spannend war es wohl noch nie in der Oberdorfstrasse bei Schätzels. Einige interessante Themen wurden in der Tatort und Blutwurst Reihe bis dato ja schon aufgegriffen, jedoch waren sich alle Teilnehmer einig, dass die letztwöchige Gutsriesling-Probe eine ganz besondere Energie entwickelt hat. Wahrscheinlich aus 2 Gründen: Zunächst, weil es wohl für viele die erste größere Begegnung mit dem neuen Jahrgang 2012 ist und zweitens, weil es sich bei diesen Gutsweinen ja immer um die Visitenkarten eines Weinguts handelt, diese einiges über die Stilistik des Winzers preisgeben und vielleicht auch einen Hinweis geben, wie gut dieser im letzten Jahr gearbeitet hat, und was vom Rest seines Wein-Portefeuilles zu erwarten ist. Read the rest of this entry »






