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Stanley Diamond, La Buvette – Bistronomie mit New York Flair im Bahnhofsviertel

Und wieder tut sich was im frankfurter Bahnhofsviertel. In der Ottostrasse, umrandet von 2 ostafrikanischen Kneipen, befindet sich seit geraumer Zeit das Stanley Diamond – La Buvette. Es handelt sich um das neueste Projekt der IMA-Jungs, die mit Ihrem Restaurant im nahe gelegenen Levis Hotel sowie der Pastrami-Bar Maxie Eisen schon viel zur Aufwertung des Stadtteils beigetragen haben.

Dunkle Marmorelemente erinnern im Stanley Diamond an die schnörkellos luxuriösen Eingangshallen der New Yorker Banken auf der Park Avenue. Die abgehängte Decke mit seinen diamantenförmig gewölbten Rechtecken deutet hingegen die typische Dekoration der brooklyner Pubs an.

Stanley Diamond Restaurant

Das Ambiente gefällt mir gut, es strahlt eine Mischung aus Simplizität und Eleganz aus. Raffinierte Details sind zahlreich vorhanden und wirken dabei niemals protzig. Die Sitze sehen nicht nur gut aus, sie sind auch mit idealen Polstern bedeckt und laden zum Verweilen ein. Besonders gut sitze ich übrigens auf der Bank an der hinteren Wand, das ganze Lokal mitsamt Bartresen überblickend.

Das Essen orientiert sich am gehobenen Bistronomie-Gedanken. Klassiker werden neu interpretiert wobei stark auf kreative Kombinationen gesetzt wird. Die Weinkarte legt die Schwerpunkte auf Deutschland und Frankreich. Riesling, Grauburgunder, Sauvignon-Blanc und Chardonnay sind recht gut vertreten. Preislich fangen die Weine bei Mitte 20 Euro an. Ein Van Volxem Saar Riesling liegt bei rund 40 Euro für einen Wein der im Laden 10 bis 12 Euro kostet. Für Frankfurt keine ungewöhnlichen Preise.

Stanley Diamond Weinkarte

Wir haben das Restaurant im Rahmen des Silent Openings besucht, also in einer Phase vor der offiziellen Eröffnung, in der sich das Team einarbeitet und die Abläufe übt. Von uneingeübten Abläufen haben wir allerdings nichts gespürt. Der Service war freundlich, zuvorkommend und sicher.

Stanley Diamond Brot

Zunächst landet leckeres Brot mit Kräuterbutter aus frankfurter Kräutern (so scheint es mir) auf dem Tisch.

Rindertatar Stanley Diamond

Vorspeisen liegen zwischen rund 10 und 20 Euro. Dieses Rindertatar mit Kräutern hat mir besonders gut gefallen. Durch ein leichtes Zitronendressing erhält es eine schöne Frische, welche die Kräuternoten gut ergänzt, ohne aber den Fleischgeschmack zusehr zu überdecken.

Felsenoktopus Stanley Diamond

Schön auch der Felsenoktopus in ungewohnter Verbindung unter anderem mit roter Bete. Es ist auch ein leichter asiatischer Hoisin-Saucen Touch dabei, der wirklich gut hinein passt.

Jakobsmuscheln Stanley Diamond

Absolut genial mein Zwischengericht. Jakobsmuscheln nach polnischer Art. Was sich als Bezeichnung genauso ironisch anhört wie vielleicht Hühnercurry Hausfrauenart entpuppt sich als schmackhafte Kreation. Die Jakobsmuscheln sind erfreulicherweise perfekt gegart, innen noch glasig und saftig. Dazu gibt es gehacktes vom gekochten Ei, Blumenkohlcreme sowie knackige, angeröstete Stücke vom rohen Blumenkohl. Sehr fein und genau die Art kreative Küche, die es in Frankfurt noch mehr braucht.

Als vegetarische Hauptspeise wird diese fantastische Kreation serviert. Geschmorter Knollensellerie mit Grapefruit-Filets und Walnüssen. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben, es ist auf jeden Fall eine unglaublich gute Kombination. Hier wird der vegetarische Nagel auf dem Kopf getroffen.

Die Preise der Hauptspeisen liegen übrigens zwischen 22 (für den vegetarischen Teller) und 45 Euro.

Filet vom Rind Stanley Diamond

Angedeutet in diesem Bild. Ein Filet von der Simmentaler Kuh als Extra of the day (45 Euro), wahrscheinlich wurde dieses im Big Green Egg Grill angebraten. Dazu gibt es neben dem Jus eine leckere Sauce aus dem Kupfertöpfchen zum Selbstdosieren. Im Hintergrund erkennt man noch den Maibock mit Morscheln.

Meine eigene Hauptspeise, Kabeljau mit Vongole und Sauce Bourride. Der Kabeljau war erneut perfekt gegart (Sous-vide). Die Sauce war lecker mit feinem Safran-Touch. Doch das Gesamtbild des Gerichts war etwas weniger fokussiert als erhofft. Nach den beiden exzellenten Vorspeisen hat es da so eine cremige Sauce zum Fisch schwer, egal wie “soulig” diese ist. Es handelt sich nach den beiden Bistronomy-Gerichten um eine sehr klassische Geschichte.

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Die in den Bilder schon angebissenen Desserts waren ebenso kreativ und jede Sünde wert.

Insgesamt muss man keine Zweifel haben, dass das Stanley Diamond ein voller Erfolg wird. Es eignet sich gleichermaßen zum Ausgehen mit Freunden, als auch für romantische Dates. Die Küche hat sich zumindest bei unseren Gerichten nicht den kleinsten Fehler bei den Garpunkten erlaubt. Das allein begeistert mich schon. In Punkto Kreativität scheinen hier auch ein oder mehrere kluge Köpfe am Werk zu sein. Ich bin jedenfalls auf die saisonale Entwicklung der Karte gespannt.

Das Stanley Diamond baut mit seiner Küche einen Genre weiter aus, das in den letzten Jahren in Frankfurt schon ein solides Fundament erhalten hat. Restaurants wie die Heimat, das Weinsinn, das Riz, das Margarete, jetzt vielleicht noch das Gustav und andere haben vorgemacht wie spannend gehobene Bistronomie sein kann, und dass sie teilweise auch für Michelin-Sterne gut ist.

Dass diese Art des Essens in Frankfurt weiter Fuß fast ist sehr erfreulich. Als Lokalpatriot möchte ich gerne sagen, dass sich die Gastroszene der Stadt als eine Art Avantgarde in Deutschland herauskristallisiert. Aber ich denke, dass auch einige nicht-Frankfurter sich dieser Meinung nicht entziehen können.

 

Restaurant Stanley Diamond
Ottostraße 16-18
60329 Frankfurt
Tel: 069 / 26942892

Öffnungszeiten:
Di-Do: 18:30-22:00 Uhr
Fr-Sa: 18:30-23:00 Uhr

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Categories: Frankfurt
  1. Volker Said,

    Felsenoktopus?

  2. Blindtaster Said,

    Ja, so wurde er auf der Karte genannt. :=) Mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Ist bestimmt “Marketing” ;)

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