So spannend war es wohl noch nie in der Oberdorfstrasse bei Schätzels. Einige interessante Themen wurden in der Tatort und Blutwurst Reihe bis dato ja schon aufgegriffen, jedoch waren sich alle Teilnehmer einig, dass die letztwöchige Gutsriesling-Probe eine ganz besondere Energie entwickelt hat. Wahrscheinlich aus 2 Gründen: Zunächst, weil es wohl für viele die erste größere Begegnung mit dem neuen Jahrgang 2012 ist und zweitens, weil es sich bei diesen Gutsweinen ja immer um die Visitenkarten eines Weinguts handelt, diese einiges über die Stilistik des Winzers preisgeben und vielleicht auch einen Hinweis geben, wie gut dieser im letzten Jahr gearbeitet hat, und was vom Rest seines Wein-Portefeuilles zu erwarten ist. Read the rest of this entry »
2012 Riesling Gutsweine im Brennpunkt – Tatort-Probe bei Schätzel
Schwarzer Afghane und Orange Wine bei Schätzel in Nierstein
Gute Events sprechen sich rum. So wurde nun sogar in der letzten Ausgabe der Weinzeitschrift Vinum ausführlich über den Tatort und Blutwurst Abend im Weingut Schätzel berichtet. Am Tatort-Sonntag wird die zeitversetzte Ausstrahlung des Krimis mit einer spannenden Blindprobe zu wechselnden Themen kombiniert und als Schmankerl gibt es die hausgemachte Blutwurst. An der Reihe war dieses Mal das Thema Orange Wines. Dabei geht es um Weissweine, die wie Rotweine eine Maischevergärung (oder zumindest einige Tage Maischestandzeit) durchmachen und so sehr eigene Geschmacksprofile entwickeln. Bei Orange Wines scheiden sich die Geister: Für manche sind es untypische, gar unsaubere Weine, für andere stellen sie eine wahre Bereicherung und sogar mehr als nur das dar. Insbesondere das blinde Verkosten dieser Weine könnte daher recht aufschlussreich sein. Sind die Rebsorten noch zu erkennen? Und ist das überhaupt noch wichtig? Es war eine Probe auf die man besonders heiss sein musste. Die Überschrift dieses Posts leitet sich übrigens vom Titel des ausgestrahlten Tatorts ab, Schwarzer Afghane. Read the rest of this entry »
2010 Great Growths presented at Kloster Eberbach – a wild vintage!
Just a day after that VDP wine auction for the Rheingau region, I returned to Kloster Eberbach for the big public presentation of 2010 Great Growth wines of all VDP member estates. Since I missed previous opportunities to taste these wines, I was more than happy to attend this brilliant event.
The 2010 vintage didn’t have an easy start as numerous media already condemned it as a sour (white) wine vintage at a time when harvest wasn’t even fully brought in. And it’s true that for many of the estate’s basic Rieslings, qualities are rather heterogenous. For the Great Growths however, I read more and more opinons that are highly praising this new vintage, even putting it above last year’s great success. Read the rest of this entry »
“Wein im Park” in Westhofen
Vor kurzem fand im Weindorf Westhofen ein kleines Festival statt auf das vorher der VDP per mail aufmerksam gemacht hatte. Für 10 Euro gab es dort 18 Weine der berühmten westhofener Lagen zu probieren. Ein guter Deal, dachte ich mir, und war trotz der Wolken am Himmel prompt vor Ort.
Es gab dort 4 Weinstände. Jeweils einer für die Lagen Kirchspiel, Steingrube und Morstein, Sowie ein Stand für alle von VDP Weingütern angebotenen westhofener Weine. Darunter natürlich die Platzhirsche Keller und Wittmann neben den zwei anderen bekannten Grössen Gutzler und K.F. Groebe.
Interessant war es aber erstmal, Weine von den weniger bekannten Gütern zu kosten. Auch ist es einfach unglaublich, wie viele junge Winzertalente das Füllhorn Rheinhessen zur Zeit hervorbringt, auch abseits der pfiffigen Vereinigung Message in a Bottle. Read the rest of this entry »
Mainzer Weinbörse – 2010 ein Jahrgang der Kontraste
Es wurde schon einiges gesagt und geschrieben über den deutschen Weinjahrgang 2010. Es sei ein schwieriges Jahr gewesen; für die Winzer eine Herausforderung wie sie es bisher noch nie erlebt haben. Manche Stimmen stempelten 2010 gar als “Arschjahr” ab, was für viel Wirbel und Diskussion sorgte.
Nun hatte ich selbst die Gelegenheit mal in den Jahrgang reinzuschnuppern, und es gibt in der Tat einiges zu sagen. Aber wenn eines sicher ist, dann, dass man wohl kein pauschales Urteil fällen kann. Ganz bestimmt ähneln sich viele Weine in Ihrer Reife, doch es gibt genügend Unterschiede vor allem wenn man Rebsorten und Qualitäten vergleicht. Und das Wort Arschjahr kann man wohl am eheseten im Zusammenhang mit der geringen Erntemenge und dem hohen Aufwand verwenden, den viele Winzer betreiben mussten um die Ernte zu meistern. Read the rest of this entry »
2007 Westhofener Riesling S, Weingut Wittmann, Rheinhessen
Fast golden leuchtende Farbe. Intensive Nase nach Steinobst und Pfirsich aber auch mit Honig und leichter Kardammon- und Kräuter- Würze. Noch deutlich adstringierend am Gaumen, ansonsten mit sehr druckvoller Aromatik, wieder Pfirsich und Steinobst. Mutet zuweilen fast etwas overpowered an. Gut eingebunden Säure. Sehr gute Länge. Fühlt sich insgesamt eher zweidimensional als eindimensional an, aber nicht dreidimensional ;=). Braucht wohl noch 1 Jahr um ganz da zu sein. (Website Weingut Wittmann)







