Zunächst: Vor der Schönheit dieses Labels muss ich mich jedesmal von Neuem ergötzen. Der Spagat zwischen Tradition und Moderne ist einfach perfekt gelungen. Der bemerkenswerte Namen der Weinbergslage und des Weinguts ist der unnatürlichen Erschaffung des Terroirs zu verdanken, denn die Terrassen wurde zwischen Anno 1841 und 1845 in den Felsen gesprengt, um so die Voraussetzungen für den Rebanbau zu schaffen. Analog zum Etikett ist die Lage also auch ein Kunst-Werk (haha!). Übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass der Winzer/der Mensch Teil des Terroirs ist (Nicht nur bei der Interpretation des Bodens, sondern oft auch bei der Erschaffung der Lage). Doch ich gleite ab. Zum ersten mal, nachdem ich schon öfter den Einstiegswein CAI im Glas hatte, probiere ich den Flagschiff-Wein vom “Enkircher Batterieberg“, straight aus der Bottle, über einen Tag verteilt. Read the rest of this entry »
All Posts related to ‘Mosel’
2011 Batterieberg Riesling, Weingut Immich-Batterieberg – Ritt auf der Kanonenkugel
2012 Riesling Gutsweine im Brennpunkt – Tatort-Probe bei Schätzel
So spannend war es wohl noch nie in der Oberdorfstrasse bei Schätzels. Einige interessante Themen wurden in der Tatort und Blutwurst Reihe bis dato ja schon aufgegriffen, jedoch waren sich alle Teilnehmer einig, dass die letztwöchige Gutsriesling-Probe eine ganz besondere Energie entwickelt hat. Wahrscheinlich aus 2 Gründen: Zunächst, weil es wohl für viele die erste größere Begegnung mit dem neuen Jahrgang 2012 ist und zweitens, weil es sich bei diesen Gutsweinen ja immer um die Visitenkarten eines Weinguts handelt, diese einiges über die Stilistik des Winzers preisgeben und vielleicht auch einen Hinweis geben, wie gut dieser im letzten Jahr gearbeitet hat, und was vom Rest seines Wein-Portefeuilles zu erwarten ist. Read the rest of this entry »
Schwarzer Afghane und Orange Wine bei Schätzel in Nierstein
Gute Events sprechen sich rum. So wurde nun sogar in der letzten Ausgabe der Weinzeitschrift Vinum ausführlich über den Tatort und Blutwurst Abend im Weingut Schätzel berichtet. Am Tatort-Sonntag wird die zeitversetzte Ausstrahlung des Krimis mit einer spannenden Blindprobe zu wechselnden Themen kombiniert und als Schmankerl gibt es die hausgemachte Blutwurst. An der Reihe war dieses Mal das Thema Orange Wines. Dabei geht es um Weissweine, die wie Rotweine eine Maischevergärung (oder zumindest einige Tage Maischestandzeit) durchmachen und so sehr eigene Geschmacksprofile entwickeln. Bei Orange Wines scheiden sich die Geister: Für manche sind es untypische, gar unsaubere Weine, für andere stellen sie eine wahre Bereicherung und sogar mehr als nur das dar. Insbesondere das blinde Verkosten dieser Weine könnte daher recht aufschlussreich sein. Sind die Rebsorten noch zu erkennen? Und ist das überhaupt noch wichtig? Es war eine Probe auf die man besonders heiss sein musste. Die Überschrift dieses Posts leitet sich übrigens vom Titel des ausgestrahlten Tatorts ab, Schwarzer Afghane. Read the rest of this entry »
Holbein’s Restaurant Frankfurt – Großstadtflair und Beständigkeit
Die Projekte des Feinkost-Unternehmers Meyer sind in Frankfurt eine Bank, aus gastronomischer Sicht versteht sich: Ob Catering, Restaurant, der Feinkost-Laden in der Fressgass oder halt das Holbein’s.
Letzeres ist seit etwas mehr als einem Jahrzent zwischen zwei Flügel des Städel-Museums eingenistet, geschützt durch eine kolossale Glasfront und Säulenkonstruktion. Es gehört zu diesem Typus städtischer Restaurants, die man ebenso in Geschäftsmetropolen wie New York oder Shanghai finden kann. Ein Business Restaurant mit einem gewissen Flair, in das man ebensogut als Privatgesellschaft oder mit einem Date gehen kann. Es kann zwar auch laut werden, in diesem Fall oft mit dem angenehmen Klang hallender live-Pianomusik als Beimischung, doch das Holbein’s zeichnet sich vor allem durch seine kulinarische Verlässlichkeit aus. Read the rest of this entry »
Restaurant La Vie***, Thomas Bühner brings wild and pure to your table in Osnabrück
Only today, already a few weeks after the dinner actually took place, I finally have the time to report about our meal at Restaurant La Vie in Osnabrück. In this small-sized German city in the Northern part of the country, Chef Thomas Bühner and his wife and Maîtr D’, Thayarni Kanagaratnam, have built up a gem of a restaurant, both regarding food and atmosphere. The premises are comprised within a listed Classisistic building in the heart of the town and the modern interior, also composed of warm tones with wood elements, is in perfect contrast and harmony with the architecture. When you enter the premises, you are warmly welcomed and instantly feel at home. Read the rest of this entry »
2011 Riesling Spontan, Weingut Lubentiushof, Mosel
Ist der in der Weinwelt verwendete Begriff “spontan” nicht schon völlig abgedroschen und ausgelutscht? Viele Winzer lässt dieser auf jeden Fall nicht emotionslos, da sie die Spontanvergärung entweder sowieso schon seit Jahren praktizieren, ohne es aufs Etikett zu schreiben, oder, weil sie überzeugt sind, dass gute Weine auch ohne Spontanvergärung möglich sind und Ihnen der Hype um diesen Begriff den Blutdruck steigen lässt.
Wie dem auch sei. Das Weingut Lubentiushof an der Mosel hat auf jeden Fall einen pfiffigen Weg gefunden diesen Begriff plakativ und dennoch locker zu verwenden und geht dabei gleichzeitig viel mehr ins Detail als alle “formellen” Wein-Etiketten spontaner Weine. Read the rest of this entry »






