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Weingut Krainz – Spannendes aus der slowenischen Steiermark

WineLabel

Es gibt eine Steiermark diesseits der Österreichischen Grenze. Und zwar in Slowenien. Diese Erkenntnis habe ich im März von der ProWein mitgenommen, als ich durch Zufall auf die Weine des Weinguts Krainz gestossen bin. Die Eigenständigkeit und Originalität der probierten Gewächse war nicht zu verkennen und macht neugierig. Das Weingut in der Ortschaft Jeruzalem gehört dem Wiener Arzt Peter Weigl, der es sich nach dem Wegfall des eisernen Vorhangs zur Aufgabe gemacht hat das alte Familiengut wieder herzustellen und die im Zuge der großflächigen Nutzung durch kommunistische Produktionsgenossenschaften verwilderten Weinberge wieder auf Vordermann zu bringen. Dankenswerterweise habe ich vor einigen Wochen ein (kostenfreies) Probenpaket erhalten, das mir einen Einblick ins aktuelle Sortiment verschafft  hat. 

Krainz Sauvignon Blanc Slovenia

2013 Sauvignon Blanc – Fangen wir mit der für die Region wohl typischsten oder besser gesagt bekanntesten Rebsorte an. Der Wein hat eine blassgelbe Farbe. Die Nase ist für Sauvignon Blanc sehr zurückhaltend, springt einem nicht ins Gesicht. Sie besteht aus feinen Grasnoten, die ich – ohne es begründen zu können- eher mit Schilf assimiliere. Hinzu kommt eine leichte Würze, vielleicht an gemahlenen weißen Pfeffer erinnernd. Am Gaumen erscheint der Wein vollmundig und geschmeidig, aber nicht fett, denn er hat ausreichend Säure entgegenzusetzen, entwickelt gar einen richtig knackigen Schmelz. So verbinden sich feine Zitrusnoten wie Grapefruit mit einer leicht rauchigen Mineralik. Mehr Frucht hat dieser puristische Wein dann aber nicht, was mir ebenfalls als originell auffällt. Das Terroir dominiert die Rebsorte könnte man sagen, wenn man Weinjargon verwenden will. Zu guter Letzt zeigt sich eine feine Länge und es offenbart sich ein animierender Charakter. Kurzum: Dieser Sauvignon ist ein angenehmer, knackig-vollmundiger Vertreter seiner Sorte mit einer unverkennbaren Individualität. Und er gefällt mir gut!!

Gelber Muskateller Krainz

2013 Muskateller – Der Muskateller vom Weingut Krainz ist ein überraschender Wein. Aber vielleicht bin ich auch überrascht, weil ich diese Rebsorte noch nicht so oft trocken im Glas hatte. Dieser duftet fein nach exotischen Früchten und auch ganz dezent nach Rosen, ohne dabei jemals penetrant zu wirken. Am Gaumen erscheint der Wein dann absolut frisch und trocken. Er zeigt sich dazu sehr leicht, was nicht zuletzt an den freundlichen 11% Alkohol liegen mag. Manchmal kommt das Fruchtige etwas mehr durch, doch es bleibt dann auch fruchtig und wird glücklicherweise niemals süß. Hier und da blitzt ebenfalls ein Hauch Würze durch, der dem Ganzen etwas Komplexität verleiht. Der Muskateller ist ein angenehmer Kompagnon, ein einfacher, trinkiger Wein. Frisch, aber vor allem erfrischend. Ich kann ihn mir auch gut als Rosé-Ersatz für die Sommertage am Pool vorstellen, oder auch als Begleiter für Garnelen und andere Meeresgetiere.

Jeruzo 2012

2012 Jeruzo – Dieser Wein hatte schon auf der ProWein meine ganze Aufmerksamkeit. Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Cuvée aus Sauvignon Blanc, Sipon (Furmint) und Traminer. Der Wein wurde in Zusammenarbeit mit dem Steirischen Winzer Rheinhard Muster vinifiziert und wird daher auch unter dem Namen Muster&Krainz und mit einem sehr funky label vermarktet. Wer bei dem Zusammenspiel dieser Rebsorten jetzt ein übertrieben intensives Zusammenspiel von parfümierten Rebsorten erwartet, wird überrascht sein. Der Jeruzo zeigt eine spannende Aromenvielfalt, ist aber ein knackfrischer und erstaunlich leichter Wein. Der Sauvignon Blanc kommt mit einer leichten Paprika-Note etwas durch. Ansonsten transportiert der Wein auch eine mysteriöse Würze, die wohl vom Furmint kommen mag. Kitschige Noten von Rosen oder Litschi, wie man sie beim Traminer vielleicht erwarten mag, sind nicht dabei. Dieser Wein ist der absolute Knaller an einem heissen Sommertag, zum Aperitif beim Grillen oder zu leckeren Antipasti. Für uns war es ein erfrischender Begleiter zu gebratenen Artischocken. Sollte man meiner Meinung probiert haben.

 

Scheinbar sind die Weine in Deutschland leider nicht zu beziehen (es sei denn jemand kennt eine Quelle?). Doch mit Sicherheit sind die Versandkosten ab Weingut mit 12,60€ für einen 6er und 13,80 für einen 12er noch in einem vertretbaren Rahmen und die Preise der Weine ohnehin sehr freundlich (Sauvignon Blanc: Circa 10 Euro; Jeruzo: Ca. 10-15 Euro)

 

Jeruzo 2012

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