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2010 Goldberg Riesling, Weingut Knewitz, Rheinhessen

Schöne Entdeckung eines mir bis dato nicht bekannten Weinguts. Und auch die Lage entzog sich bisher meiner Kenntnis. Aber das ist ja das tolle am Wein, immer wieder was zu entdecken. Und es ist nicht zum ersten mal, dass dies aus “den unendlichen Weiten Rheinhessens” geschieht.

Doch sicherlich hatte ich diese nördliche Ecke der Region, fast schon bei Bingen und der Nahe liegend bisher noch nicht so auf dem Radar, blicke ich doch sonst immer südlich von Mainz bis nach Worms. Das Weingut Knewitz befindet sich genau genommen in Appenheim bei Ingelheim, und liegt so in etwa auf der Höhe von Oestrich-Winkel, nur halt auf der anderen Rheinseite und nicht im Rheingau.

Die Hauptakteure in dem Betrieb sind laut (sehr gelungener) Website die beiden Jungwinzer Björn und Tobias Knewitz, welche in 6 verschiedenen Lagen Weinberge bewirtschaften und daraus Weine der Rebsorten Chardonnay, Riesling, Silvaner, Weissburgunder, Saint Laurent und Spätburgunder vinifizieren. 2011 wurden sie mit der ersten Traube im Gault-Millau guide belohnt.

Der heutige Wein stammt aus dem Gau-Algesheimer Goldberg, eine Kalkstein und Kalkmergel-geprägte Lage auf der sich der Riesling anscheinend pudelwohl fühlt. Der Wein ist natürlich vom Jahrgang geprägt und präsentiert sich schlank und kühl, statt üppig und breit, aber das ist genau die Stilistik die mir momentan besser gefällt. In der Nase sind zwar auch Fruchtaromen präsent, aber geprägt wird sie eher durch wilde Kräuter. Am Gaumen erscheint der Wein sehr “linear”, mit einem breiten aber eleganten Säurenerv der eigentlich das Wesen dieses Rieslings ausmacht. Wie ein Jetstream werden hier Mineralik und Kräuteraromen über die Rezeptoren geschoben. Es ist ein enorm frischer Riesling, der zwar auch manchmal etwas “grün hinter den Ohren” anmutet (Erntezeitpunkt?), aber vor allem sehr viel Zechspaß bietet, auch bedingt durch freundliche 12,5 % Vol.. Es ist offensichtlich, dass hier ein Terroir wiederspiegelt wird, oder präziser gesagt: Ein Boden. Und für 12,95 € ab Hof  kann man schon von einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen. Aber Achtung. Auch wenn ich mich wiederhole: Der Wein ist nix für Säurephobiker.

Ich bin gespannt, was die beiden Jungs in Zukunft noch auf die Flaschen bringen werden. Genügend Steigerungspotential ist trotz dieses überzeugenden Weins natürlich immer noch vorhanden.

Knewitz Riesling Goldberg

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Categories: Germany,Rheinhessen

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