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Herbstprobe im Weingut Künstler

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Hochheimer Lagen

Zurzeit wird im Weingut Künstler die 2008er Kollektion in ihrer Vollständigkeit vorgestellt, also inklusive der Ersten Gewächse, welche bei der Probe im Mai selbstredend noch nicht zur Verfügung standen.

Auffallend ist, wie jung sich die trockenen Kabinette und Lagenweine noch zeigen. Viel Kohlensäure schwebt noch im Bukett dieser Weine die sich dann auch am Gaumen nicht allzu offen geben. Aber schlimm ist das nicht; nur erschwert es etwas die objektive Bewertung (falls es sowas überhaupt gibt).
Eine weitere Kinderkrankheit dieser Weine sind leichte Bitternoten die hie und da auftauchen und den Genuß zusätzlich noch stören. Insgesamt jedoch kann man auch in diesem sehr heterogen ausgefallenen Jahrgang mit dem Kauf eines Künstler Weins nur wenig falsch machen. Hier ein paar Beobachtungen:

Die Hochheimer Hölle als trockener Kabinett zeigt sich balanciert und stoffig, vielleicht nicht so filigran wie ich es von einem Kabinett erwarten würde. Auch das Kirchenstück zeigt sich noch stoffig und aufgeblasen. Beide Weine würde ich in ein paar Monaten gerne nochmal probieren.

Bei den trockenen Lagenweinen gefiel mir die „neue Lage“ Kostheimer Weiß Erd am besten. Vielleicht weil sie sich offener zeigte als der Stielweg und Domdechaney. Aber ich hatte auch den Eindruck, dass es sich um einen sehr feinen Wein handelt, der mit weniger Wucht und mehr auf leisen Füßen daherkam, mit Balance, Mineralik und einem klaren Zusammenspiel mit der Säure.

Der Stielweg (alte Reben trocken) hingegen überraschte mich durch seine Wucht: Ich hatte diesen Wein immer trotz seiner herben Aromen als etwas filigraner in Erinnerung, mit einer zurückhaltenden aber dennoch glasklaren Stilistik. Tatsächlich weist der der 08er auch ein halbes Volumenprozent mehr Alkohol aus als der 07er Stielweg. Auch hier würde ich gerne in ein paar Monaten nochmal nachverkosten.

Bei den Ersten Gewächsen zeigte sich fortan wieder die Jugend, was natürlich im direkten Vergleich mit den auch zur Verkostung angebotenen 07ern besonders deutlich wurde.

Das Hocheimer Kirchenstück Erstes Gewächs zeigt sehr viel Kraft und Gewicht am Gaumen, behält dabei aber die rheingauer Finesse ( Welch krasser Gegensatz zum pfälzer Namesvetter Forster Kirchenstück, welches wir vor 2 Wochen probieren durften! ). Wirkt noch sehr stoffig und etwas rauh, aber zeigt, dass genug Substanz vorhanden ist. Auch Frucht ist ausreichend vorhanden, mit fast exotischen an Maracuja erinnernden Aromen.

Die Hochheimer Hölle EG zeigt sich ähnlich, vielleicht etwas verschlossener als das Kirchenstück, mit weniger Exotik in der Nase, aber genauso präsent und dicht wirkend. Natürlich litt sie dann etwas im direkten Vergleich mit der 07er und vor allem auch mit der 07er Goldkapsel, ein fast unheimliche packendes Konzentrat dieser Lage.

Eben hab ich auf Wein-Plus gelesen, dass die 08er EG von Künstler deutlich höher bewertet werden als die 07er. Schwer für mich jetzt das zu beurteilen. Vielleicht kommt bei 08 die filigrane Komponente, die Rheingauer Eleganz besser zur Geltung. Aus meiner Sicht benötigt es aber noch etwas Zeit um die Jahrgänge vergleichen zu können, und dann auch ganz große Schlücke!

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Blick auf die Hochheimer Kirche (im Mai)

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