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Wurstmarkt 2014 – Dürkheimer Weinprobe bei den Medienagenten

Fast ist es schon Tradition. Alljährlich nehmen die in Bad Dürkheim ansässigen Medienagenten den Wurstmarkt zum Anlass während einer lockeren Weinprobe Winzer und Weine aus dem Ort vorzustellen. Der zum 598. Mal stattfindende Wurstmarkt ist sowas wie das weinlastige Pendant zum Oktoberfest. Und so wie bei Letzterem nur Münchner Bier ausgeschenkt wird, erhält man auf dem “Worschtmarkt” ausschließlich Wein von “Derkhemer” Winzer. Traditionell wird dieser in “Dubbe-Gläser” getrunken  – das sind 0,5 Liter große Schorle-Gläser, die gerne auch unter Freunden rumgereicht werden.

Doch da es bei der Agenten-Weinprobe keine “simplen” Schorle-Weine gibt, werden zum Glück reguläre Weingläser eingesetzt. Erst nach der Probe und einem leckeren Saumagen- und Beef-Barbecue ging es für uns mit den großen Trinkgefäßen gen Wurstmarkt.

Hier sind meine Eindrücke zu den probierten Weinen:

Hanewald-Schwerdt Kalkriff 2013

Die Weine der Kalkriff-Reihe von Stephan Schwerdt konnten mich schon öfter überzeugen und auch dieser 2013 Kalkriff Riesling macht hier keine Ausnahme. Es ist ein sehr trockener Wein mit markanter Säure, der sich dennoch sehr harmonisch zeigt und durch viel Zug einen guten Trinkfluss entwickelt. Zwar sind auch schöne Fruchtaromen vernehmbar, doch Üppigkeit und Opulenz kommen hier nicht vor – eher zeigt sich der Wein schlank und schnurgerade. Im Finish entsteht ein animierender Schmelz und auch eine leichte Würze ist vernehmbar. Mit diesem Riesling macht man nichts falsch, insbesondere bei einem Preis von 8 Euro.

Pflueger Michelsberg Riesling 2013

Der Michelsberg Riesling von Alex Pflüger ist ein eigenständiger Riesling par Excellence und auch geschmacklich eine absolute Bombe. In der Nase zeigt er eine leichte Rauchigkeit sowie grüne Früchte – ich muss an Tomatillos denken. Dann vernehme ich eine leichte Würze, die ich etwa mit Koriander assoziiere. Am Gaumen ist der Michelsberg ein Wein mit viel Cremigkeit, der aber auch eine leicht raue Seite hat, was einerseits Ausdruck der Vergärung im Holzfass sowie andererseits eines langen Hefelagers im selbigen ist. Zudem ist diese leicht raue Struktur ein gutes Zeichen für die Langlebigkeit des Weins. Von der Frucht her dominieren Zitrus-Aromen, ganz leichte Harz-Noten mischen sich bei und geben dem Wein Komplexität. Insgesamt zeigt sich der Wein kompakt und schlank, viel schlanker als der Vorgänger-Jahrgang, was mir sehr gut gefällt. Und zu allem Überfluß wird man noch mit einem schönen Finish und langen Nachhall verwöhnt. Für 14,50 Euro sehr viel Wein fürs Geld.

Pfeffingen Scheurebe SP

Jan Eymael vom Weingut Pfeffingen überraschte uns mit einer Scheurebe, die kompromisslos als trockener Wein in französischer Eiche ausgebaut wurde. Der Wein zeigt einerseits viel Vanille vom Holz, andererseits auch spannende Noten von Gras und tropischen Früchte wie Guave. Er erscheint saftig und rassig am Gaumen und erinnert in seiner Art eher an einen großen Sancerre als an eine gewöhnliche Scheurebe. Ein Wein, den jeder Scheu-Fan auf seiner Liste haben sollte.

Fitz Ritter Roter Fitz

Johann Fitz  vom Weingut Fitz-Ritter brachte dieses Mal keinen Riesling mit, sondern wartete mit der Rotwein-Cuvée des Hauses auf. Der Rote Fitz ist benannt nach dem rothaarigen Vorfahren des Hauses, der im 19. Jahrhundert die Dürkheimer Winzer zur Beteiligung am Hambacher Fest führte. Es handelt sich bei dem Wein um eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, St. Laurent und Spätburgunder. Ein süffig-herber Rotwein mit ausladender Frucht, sowie Würze und Schokolade-Noten. Keine Marmeladenbombe, sondern ein Crowd-Pleaser, der auch dem fortgeschrittenen Weintrinker gefällt.

Darting Cuvée Einblicke

Schlussendlich folgte das Weingut Darting mit einer weiteren Rotwein-Cuvée, dieses Mal aus den Sorten Cabernet Dorsa, Acolon und Spätburgunder zusammengestellt. Die Einblicke genannte Cuvée ist ein dunkler Wein mit durchdringender Kirschnase sowie einer leichten Würze. Auch am Gaumen zeigt sich ein Wein mit Frucht, den man ob der enthaltenen Gerbstoffe im positiven Sinne fast kauen kann. Auch Noten von schwarzem Tee nehme ich wahr.

Vielen Dank an die Medienagenten für den tollen Abend. Nachfolgend noch ein paar weitere Eindrücke.

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