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Domaine Ellul-Ferrières, Languedoc

(Sommer 2003)
Das Domaine Ellul Ferrières liegt auf der RN 110 kurz nach Castries, etwa eine Viertelstunde mit dem Auto von Montpellier entfernt. Der Caveau war um kurz vor Sieben noch geöffnet . In dem kühlen Raum stapeln sich die flachen Weinkartons und auf einem Strohbett liegen die wertvollen Magnumflaschen: ein schöner Anblick. Wir wurden sofort von Mr Ellul persönlich empfangen, während seine Frau die ausgebildete Oenologin ist, gerade anderen Besuchern die Besonderheiten Ihrer Weine erläutert .
An der Bar die perfekt an das Gewölbe angepasst ist, kam es dann gleich zur Weinprobe. Als erstes tranken wir den „2002er“ Rosé, ein Wein „den man nicht unbedingt zum Aperitif oder am Strand trinken sollte, sondern eher zum Essen, da er mit seinen 14 % eher stark ist“: mich hat besonders die kräftige rosa Farbe beeindruckt welche teilweise an das Pink einer Wassermelone errinert. Anschliessend probierten wir den 2001 er cuvée les Romarins rouge der seinen Namen alle Ehre macht. Angeblich tragen die in den Weinbergen wild wachsenden Rosmarin-Pflanzen dazu bei diese ausgeprägte Aroma-komposition zu kreieren. Wissenschaftlich ist zwar noch Nichts bewiesen worden, aber man nimmt an dass die Hülle der Trauben die Düfte der Umgebung aufnimmt und Sie bei der „Macération“ an den Wein weitergibt. Jedoch hat dieser Wein noch einiges mehr zu bieten als Rosmarin Duft: die tiefrote Flüssigkeit entwickelt auch Duftnoten die an Zimt, Beeren und auch Lakritz errinern.
Die 2001 er „Vielles vignes“ cuvée ist aber der Höhepunkt der Degustation: Er entfaltet dieselben Aromen in noch kräftiger Weise und entwickelt noch sehr angenehme Kirsch- und Pflaumennoten. Dieser Wein wurde Aus 100% 40 Jahre alten Grenache Reeben erzeugt,die ihm seine ganze Feinheit und seine Eleganz verleihen. Dieser Wein wird immer wieder von den verschiedenen Zeitschriften und „guides“ ausgezeichnet.
Zu guter Letzt, als kleines Schmankerl, schenkt uns Mr Ellul einen 15% Vin Doux ein , eine spätlese, was für den Languedoc eine echte Seltenheit ist. Es ist ein Wein wie man ihn sonst nur aus Banyuls oder Maury kennt, welcher sich perfekt zu einem Schokoladenkuchen oder einer leichten Zigarre assoziiert. Kein Wunder, dass er vom „Jardin des Sens“, Montpelliers einzigem Drei Sterne Restaurant, in die Weinkarte aufgenommen wurde. Diese Spätlese findet nur in den Jahren statt, an denen die Qualität der angetrockneten Trauben es erlauben. Dafür werden an der kleinen Grenache noir Parzelle, die nur 4 Hektar beträgt und schon 40 Jahre alt ist, pro Weinstock drei Reben Hängengelassen.
Herr Ellul hat uns anschliessend sein ganzes Weingut gezeigt. Die Vinifikation findet in einem schlossartigem Gebäude statt, das vor langer Zeit als „Pferdestall“ diente, bevor es mit mächtigen Betontanks ausgestattet wurde, die heute nur noch ein Relikt aus der Zeit sind, als im Languedoc alles auf Massenpoduktion gesetzt wurde. Ein Glück, das es heute bei Ellul Ferrières heisst „Qualität statt Quantität“. Im Vordergrund stehen die im Vergleich kleinen Tanks aus Fiberglass und dahinter die gebraucht gekauften französischen Eichenfässer in denen sich der reifende Wein mehr als wohl fühlt. Bei den Elluls wird Wert darauf gelegt, dass der Wein eine bestmögliche Widergabe des „Terroirs“ wird, und das der besonders feine Geschmack des Grenache nicht durch den der „neuen“ Eichenfässer übertont wird.
Die Elluls sind ohnehin der Auffassung, das guter Wein hauptsächlich durch harte Arbeit in den Weinbergen erreicht wird. Die Weinstöcke werden tailliert, die „rendements „werden kleingehalten ( 40 hl pro Hektar) und die Ernte wird auschliesslich von Hand durchgeführt. Für manche Weine werden sogar die Trauben von Hand von den Stielen getrennt.
Auf jeden Fall sind wir der Meinung, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat, und fahren mit einem Karton Wein wieder nach Hause.

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Categories: France,Languedoc

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