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“Revolutionäre Weine” zum 14. Juli

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Der junge Weinhändler Tour Du Vin hat zum französischen Nationalfeiertag in die frankfurter Weinbar Weinsinn geladen und einige “revolutionäre” französische Tropfen aus seinem Sortiment eingeschenkt.

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Bei 37 Grad Aussentemperatur sorgte ein gekühlter Larmandier Bernier Terre de Vertus Premier Cru Non Dosé Champagner für Erfrischung. Auch wegen dessen Stilistik. Es handelt sich nämlich um einen Blanc de Blancs ohne Versanddosage der vom Terroirspezialisten bewußt auf das wesentliche reduziert wurde. Keine Verblendung der Parzellen oder der Jahrgänge und ein Anbau der alles “erfrischende” aus dem Boden rauskitzelt. In der Nase zeigt er schöne Anklänge von Hefe und Aprikose, fast an einen Fruchtzwerg erinnernd (in a good way). Der eher trockene Gaumen bietet das Kontrastprogramm: Straffe Mineralik, eine schöne Tiefe auch mit leicht oxidativen Tönen. Zupackend und sehr lang anhaltend. Ein Champagner, den man definitiv auch noch im Keller liegen lassen kann und der wahrlich nichts mit der Mainstream-Brause zu tun hat.

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Als zweite Erfrischung diente dann ein stiller Wein vom Domaine de la Fontainerie an der Loire. Catherine Dhoye Deruet‘s Chenin Blanc “Audace” stammt von ihrer Toplage ” Coteau la Fontainerie” (AOC Vouvray sec) und wurde im Eichenfaß vergärt und gereift; ganze 2 Jahre lang. Alles andere als konventionell also ( “Vive la Révolution!”). Und der “Audace” genannte Wein aus dem Jahr 2005 hatte es in sich. Eine intensive Nase nach gelben Früchten, eher in Richtung Quitte aber auch mit einer gewissen Rauchigkeit, sowie ein Gaumen der eine schöne Tiefgründigkeit offenbart, mit Frucht und oxidativen Noten. Ein Wein der nicht zum Nebenhersüffeln dient, sondern volle Aufmerksamkeit braucht und gefüttert werden will, mit kräfitgen französischen Käsen zum Beispiel. Faszinierend was an der Loire so passiert seit ein paar Jahren.

Zu guter letzt musste natürlich noch ein Roter her und zum Glück hatte inzwischen ein Gewitter für etwas Abkühlung gesorgt so dass wir Aufnahmebereit waren. Der 2008er “Les Malbecs” vom Château Tire Pé besteht wie der Name schon sagt zu 100% aus der Rebsorte, die heutzutage eigentlich mehr in Chile und Argentinien zu finden ist als in Bordeaux wo sie eigentlich herstammt. David Barrault hat es sich zur Aufgabe gemacht im “Entre deux Mers” dieser Rebsorte zu neuen Höhen zu verhelfen. Und es ist ihm gelungen einen zugleich fruchtigen aber auch dichten und kräftigen Wein zu kreieren, dessen Herkunft man blind nicht unbedingt einzuordnen vermag.

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Ein eigenen Beitrag hab ich auch geleistet. Mit einem 2004er Château le Puy, den ich als Einzelflasche in einem Weinladen in Genf aufgestöbert habe. Auf dem Etikett prangt stolz “Expression originale du Terroir” neben dem Ecocert Label. Na das sollte doch zum “Revolutionärsstatus” reichen, dachte ich mir. Und irgendwie hat das auch gepaßt. Eine Nase die Anfangs extremst “brettig” wirkte mit Pferdestall, Sattel, und angeblich auch Eselp***e. Am Gaumen zeigte er inmitten einer schönen Struktur, eine Anmutung an Apfel und Zimt, die mir irgendwie oft bei Bio(dynamie)-Rotweinen in den Sinn kommt. Erst nach langer Zeit ging das Brett in der Nase etwas zurück um feine Himbeer-Aromen zum Vorschein zu bringen. Doch da war, wie so oft, die Flasche schon leer. Muss ich nun nach Genf zurück um eine weitere Flasche zu kaufen? An diesem Abend wohl nicht mehr…

…denn es wurde langsam Zeit nach Hause zu kommen. Der Abend hat sich auf jeden Fall gelohnt und uns gezeigt, dass in der französischen Weinwelt kein Stillstand herrscht. Wer sich für solch unkonventionelle Weine interessiert, sollte auf jeden Fall einen Blick auf das kleine aber feine Sortiment von Tour Du Vin werfen. Dieser junge Weinhändler, für den ich gerne freiwillig und natürlich befangen freundschaftlich werbe, läßt mit seiner Weinwahl den Mainstream links liegen und konzentriert sich auf individuelle Weine von querdenkenden Winzerpersönlichkeiten.

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  1. Weinsinn Restaurant und Weinbar, Frankfurt — Blind Tasting Club Said,

    [...] ich bin schon sehr beeindruckt vom Weinsinn. Es ist zwar nicht mein erster Besuch gewesen (siehe hier und hier), aber doch der erste seitdem André Rickert hier die Kochlöffel schwingt. Und dieser [...]

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