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Gilbert Felettig Burgunder-Probe in Frankfurt

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Lange muss man in der deutschen Spätburgundersparte stöbern um Qualitäten zu finden wie sie im Burgund in die Flasche gebracht werden.

So war ich auch sehr glücklich bei einer kleinen Probe im Weinsinn, einer netten und stylishen Weinbar im frankfurter Westend teilzunehmen. Dorthin hatte der Weinhändler Tour Du Vin geladen um die Weine ihres burgundischen Flagschiffwinzers Gilbert Felettig vorzustellen, und diesen auch mitsamt seines Vaters gleich mitgebracht.

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Der Winzer: Gilbert Felettig

Das war natürlich auch eine schöne Gelegenheit mit einem Experten über die Unterschiede zwischen deutschen Spätburgundern und französischen Pinots zu diskutieren.

Der Benchmark ist und bleibt das Burgund. Balance und Finesse sind dort noch die höchsten Gebote. In Deutschland, so der Eindruck von Gilbert Felettig, werden die Trauben noch viel zu oft überreif geerntet und erreichen deshalb nicht die für den Burgund so typische Balance zwischen Frucht und Säure.
Die Finesse jedoch ist nur schwer einzustellen. Für diese ist nämlich das Terroir verantwortlich, und das ist im Burgund bekannterweise aussergwöhnlich.

Das Weingut der Felettigs liegt in Chambolle, und so war es dann auch passend, dass als erstes der 2008 Chambolle-Musigny “Clos le Village” eingeschenkt wurde. Von allen drei zur Probe ausgeschenkten Weinen war dies wohl der offenste. Seine Jugend merkte man ihm zwar noch deutlich an, doch blitzte seine unkomplizierte leichtfüssige art mit feiner Frucht schön durch. Veredelt wird dieser schön ausbalancierte Wein, wie alle Weine von Felletig, durch eine äussert elegante und geradlinige Säure.

Als Zweites kam der 2008 Gevrey-Chambertin “La Justice” ins glas. Gevrey-Chambertins sind bekannterweise die ruppigeren Weine der Gegend, mit viel Tannin als Rüstzeug. Auch bei diesem Exemplar sind Gerbstoffe präsent, jedoch so erklärt Felettig, profitiert die Parzelle La Justice von gut drainierten sandigen Böden die dem Wein mehr Finesse verleihen als in vielen anderen Lagen der Gemeinde. Und nach einer Weile wird klar was er meint: Der noch junge Wein öffnet sich etwas, und duftet sodann nach frischen Champignons und Waldboden. Gestützt wird dies abermal durch eine schöne Säure.

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Zuletzt kommt noch der 2008 Vosne-Romanée ins Glas. Und man überspringt sogleich ein paar Stufen. Der Duft ist gewaltig mit intensiven Röstnoten die im Laufe der Zeit von leichtem Kaffee bis hin zu üppigem Karamell variieren. Das erstaunliche ist, dass alle 3 Weine demselben vierzigprozentigem Anteil an neuen Fässern ausgesetzt sind, und auf ganz verschiedener art diese Röstnoten aufnehmen. Das fasziniert auch den Winzer selbst. Trotz der tollen Nase ist dieser Wein aber im Moment nur bedingt trinkbar. Man spürt eher das Fundament für einen großen Wein mit schönen Tanninen und wieder einer perfekten Säure als den großen Wein selbst. Aber so ist nunmal das Burgund, ein bisschen Geduld muss man auch mitbringen.

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Das Weinsinn, eine frankfurter Weinbar die ich an diesem Abend zum ersten mal besucht hab ist übrigens eine sehr gelungene Weinbar. Neben der stylish-gemütlichen Einrichtung gibt es noch eine ansprechende Küche und eine sehr schöne Weinkarte die von deutschen Rieslingen über französische Gewächse bis hin zu spanischen Weinen allerhand zu bieten hat und das auch zu fair kalkulierten Flaschenpreisen.

Es war an diesem Abend der perfekte Rahmen für die Weine von Gilbert Felettig. Ich hoffe auch, dass ich bei einer erneuten Probe auch in den Genuß seiner 1er und Grand Crus’ kommen werde, die er diesmal leider nicht im Gepäck hatte. Appetit darauf hat er uns allemal gemacht!

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